Zitat

Weil ein gutes Buch immer ein bisschen Paradies ist.

Freitag, 25. Mai 2012

[geChallenget] ► Dampf dem SuB: 100 Tage buchkauffrei!



Man stelle sich das vor: Ein einsamer Teich, irgendwo im Nirgendwo. Unermüdlich schöpft ein kleiner Frosch Wasser Bücher aus dem chronisch überzulaufen drohenden SuB-Sumpf. Und schöpft. Und schöpft. Und schöpft... Die Eimergröße ist proportional zur Lesezeit und damit knapp und lange Rede, kurzer Sinn: Er hat es schwer, der Frosch. Und das auch ohne 364 Tage herbeigesehnte völlig überraschende Ableger des Paradieses in Form von ME-Märkten bei Thalia in der Größenordnung kleiner Büchermessen. Aber so? Da kann er noch so schöpfen, der Frosch, geschlagen geben muss er sich letztendlich doch. Zumindest, solange keine härteren Geschütze aufgefahren werden. Deshalb wird im Tümpel getreu dem Motto "Wer sündigt, der sühne." jetzt zu radikalen Maßnahmen gegriffen:
100 Tage buchkauffrei
Ja, beide Nullen gehören hinter die Eins. Diese Aktion hat mir letztes Jahr schon die Statistik aufpoliert und wie es aussieht, funktioniert das bei mir mit dem Zuckerbrot nur in Kombination mit Peitsche bzw. eben Challenges. Ich liebe Herausforderungen einfach und bin hoffentlich Stier und damit stur genug, um durchzuhalten. Deshalb gibt es: 

10.05.2012-18.08.2012 
Buchkauffrei


Sonntag, 20. Mai 2012

[Rezension] ► Joe Abercrombie - Königsklingen



Originaltitel: Last Argument Of Kings
Erscheinungsjahr: 2008 (Heyne)
Preis: 15,00€ (Taschenbuch)
Seiten: 944
Reihe: The First Law #03 || Spoiler-Gefahr für Vorgänger
Erster Satz: "Superior Glokta stand in der Halle und wartete."
Kurzbeschreibung

Noch einmal muss der Barbarenkrieger Logan in die Schlacht ziehen: Es gilt das Reich vor den hereinbrechenden Schatten des Bösen zu retten. Über alle Vernunft hinweg schließt er sich den Nordmännern an und legt einen Hinterhalt, denn die Truppen der Union zählen auf Logans Unterstützung.
Währenddessen liegt der König auf dem Sterbebett, und seine möglichen Nachfolger buhlen schon um die Krone. Hauptmann Jezal dan Luthar kehrt von seiner Mission ans Ende der Welt zurück und hofft nun auf Trost bei seiner Geliebten. Stattdessen wird ihm seine wahre Herkunft offenbart; er muss sich einer neuen Aufgabe stellen. Doch niemand ahnt, dass die heraufziehende Gefahr bereits über dem Thron und damit dem Herzen des Reiches schwebt: Im Süden rückt das gewaltige Heer der Gurkhisen näher und näher.
Der zynische Großinquisitor Glokta hat inzwischen ein ganz anderes Problem: Er hat an zu vielen Fronten gekämpft und weiß nun nicht mehr, wem er noch trauen kann. Durch seine Geheimniskrämerei hat er sich und andere in eine bedrohliche Situation gebracht. Mit List und Täuschung versucht sich Glokta aus der Affäre zu ziehen. Auch der Erste Magi wappnet sich- doch diesmal geht er ein Risiko mit unabsehbaren Folgen ein: Er muss eines der ungeschriebenen, ehernen Gesetze der Magie brechen. Bald schon werden die Gefährten Seite an Seite um das Bestehen ihrer Welt kämpfen- und um ihr Leben...

Rezension

Während man George R.R. Martins "Lied von Eis und Feuer" trällert, vergisst es sich nur all zu leicht, dass das Genre High-Fantasy noch andere Meister seines Faches zu bieten hat. Joe Abercrombie zum Beispiel .

Dieser Mann schreibt nicht einfach nur, damit seine Geschichte zu Papier gebracht ist. Er ist vielmehr ein Beweis dafür, dass Worte in den richtigen Händen etwas absolut Einzigartiges erschaffen können. Dieser Autor vereint in seinem Stil alles Gute, das der gemeine Fantasyfrosch zu schätzen weiß: Er schreibt fesselnd, unterhaltsam und schlicht und ergreifend so hochwertig, dass das Lesen das reinste Spaßbad für das Gehirn ist. Aber er bietet darüber hinaus noch mehr. Die Geschichte wird aus der Sicht der Hauptcharaktere erzählt und Joe Abercrombie verleiht den einzelnen Abschnitten nicht nur eine atmosphärische, sondern auch eine sehr persönliche, zum jeweiligen Protagonisten passende Note. Mir ist selten ein Autor begegnet, der so scheinbar mühelos in die verschiedensten Erzählerrollen schlüpfen kann und die Abwechslung, die er auf diese Weise bietet, sucht wirklich ihresgleichen.

Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere der Trilogie einfach großartig gestaltet sind. Um es mit Logan Neunfingers Worten zu sagen: Man muss realistisch sein. Und realistisch, das ist Joe Abercrombie wie kein Zweiter. Das hatte für mich schon die ersten beiden Bände ausgezeichnet und auch im großen Finale setzt der Autor hier wieder Maßstäbe. Meiner Meinung nach hat es nicht einmal mein Lieblingsvergleich Martin geschafft, Charaktere mit so viel Substanz zu erschaffen. Nach Rittern in schimmernder Rüstung sucht man vielleicht vergebens, aber Helden gibt es auf ihre eigene Art genug. Und es gibt Überraschungen, bei denen mir die Luft wegblieb, ich Herzrasen bekam und einfach alles um mich herum vergessen habe. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Charaktere so gut kennengelernt, so geliebt und gehasst und bewundert und verabscheut habe. Das lässt sich kaum in Worte fassen und ich kann nur jedem empfehlen, ihre Bekanntschaft zu machen. Sie werden auf alle Fälle in Erinnerung bleiben .

Aber auch die schönste Trilogie muss einmal ein Ende finden. Nur wie? In einem Buch, in dem der sadistische Krüppel mein Lieblingscharakter geworden ist, schien alles möglich und so hatte ich wirklich keine Ahnung, wie Joe Abercrombie die gefühlte Million offener Fäden zusammenführen würde. Nur, dass er es schaffen würde, daran hatte ich nur kurzfristig Zweifel. Mühelos führt, nein zieht er den Leser durch knapp 1000 Seiten, ohne Langeweile aufkommen zu lassen. Da werden Trümpfe aus der Hinterhand gezogen, lang geplante Intrigen ausgeführt und alte Schulden beglichen, dass es einem nur so schwindelt. Und als klar wurde, wie all die spannenden Einzelhandlungen zusammenhängen, konnte ich nur noch meinen imaginären Hut ziehen. Nach Zuckerguss und Goldtopf am Regenbogenende sucht man vergeblich und zarten Gemütern könnte die Handlung schlecht bekommen. Aber sie ist packend, fesselnd und bis zur letzten Seite voller Überraschungen, beißend sarkastischem Witz und einer erfrischend realistischen Sicht auf kriegerische Fantasy.

Fazit

Es gibt ihn, den perfekten Abschluss einer großartigen Reihe. Das Finale, das offene Fragen beantwortet und die Protagonisten ihrem Schicksal zuführt. Das Ende, das den Hunger stillt und trotzdem Appetit auf unendlich viel mehr macht- hier ist es!

Inhalt: ♥♥♥♥♥ || Atmosphäre: ♥♥♥♥♥ || Charaktere: ♥♥♥♥♥
Sprache: ♥♥♥♥♥ || Aufmachung: ♥♥♥♥
Lesespaß: ♥♥♥♥♥

20.05.2012

Mittwoch, 16. Mai 2012

[geSUBsumpft] ► Tsunami-Alarm!



Im ersten Quartal lief es für meine Verhältnisse so gut mit dem SuB-Abbau. Es lief sogar sooo gut, dass zum ersten Mal seit ich-weiß-nicht-wie-lange die Zweistelligkeit nicht nur entfernt am Horizont sichtbar, sondern praktisch nur noch einen Froschsprung entfernt war. Aber weil auch der schönste Abbau nur so viel Spaß macht, wie seine Unterbrechungen, musste ein bisschen Sünde einfach sein. Also einmal eifrig Anlauf geholt und Kopfsprung in den Bücherpool der Taschenbuchtage bei Thalia! Ab zehn Büchern nur noch 2€ das Stück, muss ich noch mehr sagen? Da wäre das Planschen schnell um Dauerschwimmen geworden, wenn die Bahn nicht unerbittlich gerufen hätte. Aber auch so habe ich das Ganze genossen und bin immer noch im siebten Froschhimmel . Ich habe so viele Schätzchen gefunden, die ich auf diversen Blogs entdeckt hatte, mir aber wegen des Preis-Seiten-Verhältnisses nicht zum Neupreis gekauft hätte. Außerdem ist meine Jill-Mansell-Sammlung gewachsen und hach, seht am besten selbst:
  • Dorn, Wulf: „Trigger“
  • Evans, Richard Paul: „Mein Winter mit Grace“
  • Jordan, Toni: „Tausend kleine Schritte“
  • Kliesch, Vincent: „Die Reinheit des Todes“
  • Mansell, Jill: „Liebesfilmriss“
  • Mansell, Jill: „Mein zukünftiger Ex“
  • Marzi, Christoph: „Somnia“
  • Pearson, Mary E.: „ZweiundDieselbe“
  • Sigurdardottir, Yrsa: „Feuernacht“
  • Smith, Tom Rob: „Kind 44“